Appenzell
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Alkoholtestkäufe zeigen Wirkung

2017 hat sich nur noch eine von acht getesteten Verkaufsstellen in Appenzell I.Rh. nicht an die Jugendschutzbestimmungen gehalten und Alkohol verbotenerweise an Jugendliche verkauft. Damit fällt das Testergebnis deutlich besser aus als in den Vorjahren.

  • Das ist die Legende
    (Symbolbild: Bigstock)

Testkäufe sind Teil des kantonalen Massnahmenplans Alkohol 2016–2020 der Kommission für Gesundheitsförderung. Um die Folgen des Alkoholkonsums einzuschränken, ist es wichtig, dass die Jugendschutzbestimmungen von allen Verkaufsstellen konsequent eingehalten werden. Im Auftrag der Kommission hat das Blaue Kreuz St. Gallen–Appenzell acht zufällig ausgewählte Betriebe getestet. Zwei Jugendliche im Alter von 13 und 14 Jahren haben jeweils nach alkoholischen Getränken gefragt. Erfreulicherweise bekamen sie in sieben der acht getesteten Geschäfte keinen Alkohol. Im Vorjahr haben sechs von acht getesteten Verkaufsstellen verbotenerweise Alkohol verkauft. Die kontrollierten Verkaufsstellen wurden anschiessend schriftlich über die Ergebnisse der Alkoholtestkäufe orientiert und eine Schulung für ihre Mitarbeitenden angeboten.
Die Beratungsstelle für Suchtfragen führt nach Wunsch auch für nicht getestete Verkaufsstellen Schulungen nach den individuellen Bedürfnissen durch.

Das vorliegende zeigt, dass regelmässige Testkäufe das Verkaufspersonal für die Jugendschutzbestimmungen sensibilisieren. Diese Erkenntnis wird auch durch schweizweite Evaluationen von Testkäufen bestätigt. Die Jugendschutzbestimmungen untersagen den Verkauf von Spirituosen, Alcopops und Aperitifen an unter 18-Jährige. Bier und Wein sowie andere gegorene Getränke dürfen nicht an unter 16-Jährige verkauft werden. Trotz der positiven Entwicklung werden im Kanton Appenzell I.Rh. auch in Zukunft weitere Testkäufe durchgeführt.